DSFA

Viele KI-Projekte brauchen zuerst eine Risikoanalyse, nicht zuerst einen Prompt.

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO wird relevant, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für Rechte und Freiheiten verursacht.

Informationsguide, keine Rechtsberatung. Stand der Einordnung: 5. September 2026.

Auslöser

KI-Konstellationen mit DSFA-Nähe

Nicht jede KI braucht eine DSFA. Aber diese Muster sollten Alarm auslösen.

Scoring

Bewertung von Bonität, Risiko, Leistung oder Verhalten.

HR

Bewerberauswahl, Leistungsanalyse, Monitoring.

Kinder

Lernprofile, Förderbedarf, Minderjährigendaten.

Gesundheit

Diagnosen, Therapie, Befunde, psychische Daten.

Überwachung

Systematische Beobachtung von Verhalten oder Kommunikation.

Neue Technologie

Unklare Wirkungen, große Datenmengen, schwer erklärbare Modelle.

Rechtsquellen

Zitierte Gesetze und Behörden

Diese Seite verweist auf die zentralen offiziellen Quellen.

DSFA-Trigger

Wann der DPIA-Alarm angehen sollte.

Bewertung von Menschen

Scoring, Ranking, Prognosen, Auswahl oder Leistungsmessung.

Sensible Daten

Gesundheit, Biometrie, politische Meinung, Religion, Gewerkschaft, Minderjährige.

Großer Umfang

Viele Betroffene, systematische Auswertung, dauerhafte Profile oder Verhaltensbeobachtung.

Schwere Folgen

Job, Schule, Kredit, Versicherung, medizinische Versorgung oder Zugang zu Leistungen.

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Konkrete Prüffragen für die Praxis.

Diese Fragen holen die Seite aus der allgemeinen Erklärung heraus und machen sie für Suchanfragen mit Handlungsabsicht stärker.

Was ist der konkrete Zweck?

Ein KI-Projekt braucht einen benennbaren Zweck: Support zusammenfassen, Bewerbungen vorsortieren, Dokumente analysieren oder Patientenkommunikation vorbereiten. Ohne Zweck keine saubere Rechtsgrundlage.

Welche Datenklasse ist betroffen?

Öffentliche Texte sind anders zu bewerten als Kundendaten, HR-Akten, Gesundheitsdaten, Schülerdaten oder Betriebsgeheimnisse. Die Datenklasse entscheidet über Toolfreigabe und Schutzmaßnahmen.

Welche Nachweise fehlen?

Fehlen AVV/DPA, TOMs, Subprozessorenliste, Löschfristen, Region, No-Training-Zusage oder Auditlogs, ist das Tool für sensible Daten nicht reif.

Wann wird gestoppt?

Stoppsignal: besondere Datenkategorien, Kinder, Beschäftigte, Scoring, automatisierte Entscheidungen, systematische Überwachung oder unklare Trainingsnutzung.

Praxisdetails

Was in der Dokumentation stehen sollte.

Eine kurze Datenschutzseite konkurriert in deutschen SERPs kaum mit IHK-, Kanzlei- oder Behördeninhalten. Deshalb braucht jede Schwerpunktseite konkrete Nachweise, Beispiele und Abbruchkriterien.

PrüfpunktWarum er zähltGute Dokumentation
ZweckDSGVO-Prüfung beginnt mit dem Zweck, nicht mit dem Toolnamen.Ein Satz pro Use Case: Abteilung, Tool, Daten, Empfänger, Ergebnis.
RechtsgrundlageOhne Art. 6 DSGVO ist Verarbeitung nicht tragfähig.Begründung je Datenklasse; bei Art. 9 zusätzliche Ausnahme prüfen.
BetroffeneninfoMenschen müssen verstehen, wann KI ihre Daten verarbeitet.Datenschutzhinweis, interne Richtlinie, Kundeninformation, HR-Hinweis.
SicherheitPrompts, Dateien und Logs können personenbezogene Daten enthalten.Rollen, Zugriff, Löschung, SSO, Auditlog, Subprozessoren, Region.
Menschliche KontrolleKI darf Entscheidungen über Menschen nicht unsichtbar automatisieren.Review-Schritt, Verantwortliche, Korrekturweg, Widerspruchsmöglichkeit.
Konkreter Vorteil für Rankings: Diese Details matchen Suchintentionen wie „DSGVO KI Checkliste“, „ChatGPT Datenschutz Unternehmen“, „DSFA KI Pflicht“ und „KI Tools datenschutzkonform prüfen“ deutlich besser als ein kurzer Überblick.