FAQ

KI-Datenschutz FAQ.

Kurze Antworten auf die Fragen, die bei KI-Tools, Prompts, Gesetzen und Länderunterschieden am häufigsten auftauchen.

Informationsguide, keine Rechtsberatung. Stand der Einordnung: 4. Juli 2026.

Gilt die DSGVO, wenn ich ChatGPT, Claude, Gemini oder andere KI-Tools nutze?

Ja, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden und der Sachverhalt in den Anwendungsbereich der DSGVO fällt. Dann braucht es unter anderem einen Zweck, eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO, Transparenz nach Art. 13/14 DSGVO, Sicherheit nach Art. 32 DSGVO und je nach Risiko eine DSFA nach Art. 35 DSGVO.

Welche KI-Daten sind besonders riskant?

Gesundheitsdaten, Bewerbungen, Kundendaten, Kinder- und Schülerdaten, Standortdaten, Fotos, Stimmen, biometrische Daten, interne Dokumente, Zugangsdaten, Betriebsgeheimnisse und Daten, die Entscheidungen über Menschen vorbereiten.

Was regelt der EU AI Act zusätzlich zur DSGVO?

Der AI Act regelt KI-Systeme risikobasiert: verbotene Praktiken, Hochrisiko-Systeme, Transparenzpflichten und Pflichten für Anbieter und Betreiber. Die DSGVO bleibt parallel wichtig, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden.

Ist die Schweiz an die DSGVO gebunden?

Die Schweiz hat mit dem revDSG ein eigenes Datenschutzgesetz. Die DSGVO kann aber zusätzlich relevant werden, wenn ein Schweizer Anbieter Menschen in der EU gezielt anspricht oder ihr Verhalten beobachtet.

Darf eine Schule KI mit Schülerdaten nutzen?

Nur mit klarer Rechtsgrundlage, Datenminimierung, Transparenz, geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen und oft nach besonderer Prüfung. Kinder- und Schülerdaten sind besonders schutzbedürftig; Art. 8 DSGVO kann bei Online-Diensten eine Rolle spielen.

Ersetzt diese Website Rechtsberatung?

Nein. KIDatenschutz.com ist ein Informationsguide. Für verbindliche Entscheidungen, Behördenverfahren, Betriebsratsfragen oder sensible Datenverarbeitungen sollte fachlicher Rat eingeholt werden.

Quellen

Gesetze zum Nachlesen

Die wichtigsten Rechtsquellen sind verlinkt.